Laut dem St.Galler Tagblatt bezweifelt "die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation [...] den therapeutischen Nutzen der modernen Magnetfeldtherapie."
Die Experten verweisen auf die unzureichenden Studien, die den heutigen Qualitätsansprüchen oft nicht genügen. Ihren Ursprung nahm die Magnetfeldtherapie unter anderem in den fünfziger Jahren in Japan. Damals wurde festgestellt, dass Knochenbrüche durch eine Reizung mit elektrischem Strom schneller wieder zusammenwachsen als ohne.
"Dieser Effekt sei in den 70er-Jahren genutzt worden, indem man eine kleine Spule bei Patienten mit schlecht heilenden Brüchen eingepflanzt habe. Über das Magnetfeld einer grossen äusseren Spule sei in diese Minispule ein elektrischer Wechselstrom eingeführt worden, der die gestörte Knochenheilung verbessert habe."
Daraus resultierten die Überlegungen, dass auch das Magnetfeld selbst eine positive Wirkung auf den Heilungsprozess ausübt. Inzwischen werden Magnetfeldtherapiegeräte von Therapeuten, Heilpraktiker und auch Ärzten zur Heilung benutzt. Zur allgemeinen Anerkennung fehlt es aber an umfassenden klinischen Studien, so wie es bei Medikamenten üblich ist. In den USA, Japan, Russland, England, Italien und Bulgarien gibt es diese Vorbehalte nicht. Die Magnetfeldtherapie ist dort eine anerkannte Methode.
"Die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation bezweifelt den therapeutischen Nutzen der modernen Magnetfeldtherapie. Auch bei den vor allem von Heilpraktikern und Physiotherapeuten angewendeten Methoden des Soft Lasers und der Pulsierenden Signalfeldtherapie sei die Wirksamkeit nicht ausreichend nachgewiesen. Die meisten vorliegenden Studien erfüllten nicht die heute üblichen Qualitätskriterien, zudem seien die Ergebnisse oft widersprüchlich. Daher könnten diese Verfahren derzeit nicht empfohlen werden, erklärte die Fachgesellschaft.
Die Magnetfeldtherapie nahm ihren Anfang in den 50er-Jahren. Damals fanden japanische Wissenschaftler nach Angaben der Experten heraus, dass ein Knochenbruch durch Reizung mit elektrischem Strom schneller wieder zusammenwächst."
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