Der Hall-Effekt

Der nach dem englischen Physiker Hall benannte Effekt ist jedem Physikstudenten bekannt: Trifft ein Magnetfeld senkrecht auf eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit, so erfolgt eine Ionen-Trennung. Die positiv geladenen Ionen (+) werden vom Nordpol (+) des Magnetfeldes abgestoßen, die negativ geladenen Ionen (-) angezogen. Beim Südpol (-) vollzieht sich dies in genau umgekehrter Weise. Durch die Ionentrennung entsteht eine minimale elektrische Spannung. Unser Blutplasma stellt ebenfalls eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit (Elektrolyt) dar und enthält eine Unzahl von Ionen, z.B. Natrium (+), Chlor (-). Wenn eine wechselpolige Magnetfolie auf einem bestimmten Körperteil aufliegt und die unter der Folie befindlichen Blutgefäße sich im Bereich der Magnetfeldlinien befinden, muss das sich fortbewegende Blutplasma die unterschiedlichen Polfelder durchqueren, wobei die oben beschriebene Ionentrennung zwangsweise erfolgt. Der Hall-Effekt tritt also automatisch ein und es entsteht dabei eine sehr geringe elektrische Spannung.